Landschaft und Abstraktion
Vielleicht besteht der grundsätzliche Unterschied zwischen einem Landschaftsbild und einem Portrait darin, daß ein Landschaftsbild niemals ein Abbild ist. Es ist eher eine Erinnerung, so etwas wie eine Verschmelzung von Traum und Wirklichkeit. Als würde man einen Traum aus der Perspektive der Wirklichkeit rekonstruieren.
Das heißt nun nicht, daß diese Landschaften Fantasielandschaften wären. Was wir sehen, ist das gemalte Bild einer Landschaft. Und dieses Bild zeigt uns die Idee, die Möglichkeit eines Dschungels, eines bunten Gartens, eines dichten Waldes, eines schroffen Gebirges, wir glauben, die Felsen und die Steine zu sehen. Wir blicken in den Abgrund, auf das Meer …
In unserer Vorstellung durchwandern wir diese Landschaften, bis zum Ende, dorthin wo es nicht mehr weitergeht, bis zum Bildrand, und dann noch weiter. Wir überschreiten die Grenzen unserer Wahrnehmung und wagen uns in eine unbekannte Welt.
Das heißt nun nicht, daß diese Landschaften Fantasielandschaften wären. Was wir sehen, ist das gemalte Bild einer Landschaft. Und dieses Bild zeigt uns die Idee, die Möglichkeit eines Dschungels, eines bunten Gartens, eines dichten Waldes, eines schroffen Gebirges, wir glauben, die Felsen und die Steine zu sehen. Wir blicken in den Abgrund, auf das Meer …
In unserer Vorstellung durchwandern wir diese Landschaften, bis zum Ende, dorthin wo es nicht mehr weitergeht, bis zum Bildrand, und dann noch weiter. Wir überschreiten die Grenzen unserer Wahrnehmung und wagen uns in eine unbekannte Welt.
Stilleben
Im traditionellen Sinn sind Früchtestilleben Vanitasbilder. Als solche verneinen sie die weltliche Pracht, zeigen auf eine im ständigen Vergehen sich befindende Welt und sind doch selbst wertvolle handwerkliche Zeugnisse des Überflusses. Dem Gedanken der Vergänglichkeit wird vom Bild selbst widersprochen, und in diesem Zwiespalt erweist sich seine dialektische Kraft.
Die Früchtestilleben erproben eine Neuinterpretation des Stillebens. Der naturalistisch vermittelte Bildgegenstand tritt isoliert auf, im Dialog mit einem Hintergrund, der die Materialität und die Eigendynamik der Farbe thematisiert. Kompositorische Strenge und motivische Vereinzelung heben die rein ästhetischen Merkmale des Bildes hervor. Trotz – und vielleicht gerade wegen – der hohen sinnlichen Präsenz der Früchte verlieren die Kategorien des Gegenständlichen und des Nichtgegenständlichen an Bedeutung.
Die Früchtestilleben erproben eine Neuinterpretation des Stillebens. Der naturalistisch vermittelte Bildgegenstand tritt isoliert auf, im Dialog mit einem Hintergrund, der die Materialität und die Eigendynamik der Farbe thematisiert. Kompositorische Strenge und motivische Vereinzelung heben die rein ästhetischen Merkmale des Bildes hervor. Trotz – und vielleicht gerade wegen – der hohen sinnlichen Präsenz der Früchte verlieren die Kategorien des Gegenständlichen und des Nichtgegenständlichen an Bedeutung.

Gaudeamus Igitur, 2010, 103 x 119 cm, Öl auf Leinwand